Montag, 18. August 2014

Töten okay, denn Gott ist auf ihrer Seite!

Abdel-Samad: IS glaubt, Gott habe den Sieg des Islams verheißen und prophezeit diesen Sieg anhand eines ganzen Kataloges von Argumenten: Koranpassagen, Ereignisse aus der Biografie des Propheten und der islamischen Eroberungsgeschichte. IS-Kämpfer orientieren sich streng an der Tradition, wenn sie Ungläubige hinrichten, wenn sie eine Stadt erobern, wenn sie in eroberten Gebieten eine Ansprache halten. Die Tradition ist bindend nicht nur für Fundamentalisten, sondern auch für ganz normale Muslime. Deshalb kann eine Gruppe von 8.000 bis 20.000 Kämpfern durchmarschieren und Verbündete finden. Weil viele Menschen einen alten Traum hegen….
….Abdel-Samad: Im Töten liegt ein Versprechen. Gott wird auf unserer Seite sein, wenn wir seine Gesetze befolgen. Das sagen nicht nur Islamisten, sondern auch normale Sunniten, die das in der Schule und in der Moschee gelernt haben. Für manche junge Männer ist es außerdem verführerisch, Macht über Leben und Tod zu haben. Es gibt bei IS Muslime – darunter Ägypter, Europäer, Deutsche –, die in ihren Heimatländern ein Niemand waren. Jetzt werden sie Statthalter in einer kleinen Stadt im Irak und herrschen wie Sultane. Sie können begnadigen oder hinrichten. Sie sind Herren über Leben und Tod. Welch eine Macht!
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1 Kommentar:

  1. das glaubt DER aber auch nur
    Da gibt es noch die Heilsarmee--Sein Tolletschi ( oder so ) und viele Andere

    Grüße aus Berlin--anonym

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