Dienstag, 6. April 2010

Wiener Rotlicht-Szene: Verhaftungen der Bosse, kein Wiener dabei!


Die Fahnder schlugen nach monatelanger Vorbereitung im Morgengrauen zu: Um 7 Uhr am Ostersonntag stürmten in einer geheimen Kommando-Aktion 80 schwer bewaffnete Cobra-Beamte Bordelle und Wohnungen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich sowie München und Spanien.
Es gab elf Verhaftungen, darunter die wichtigsten mutmaßlichen Rotlicht-Bosse vom Wiener Gürtel.
Die Aktion wurde von einer Sondereinheit des Innenministeriums wie in einem Kriminal-Streifen seit Monaten penibel vorbereitet: In Steiners Stammlokal „Pour Platin“ beim Westbahnhof wurden Wanzen und Kameras installiert. Das Treiben im Lokal wurde lückenlos überwacht – vom Liebesspiel bis hin zu den Besprechungen der Gürtel-Bosse entging nichts den wachsamen Augen von Staatsanwältin Susanne Kerbl-Cortella (Leitspruch: Holzauge sein wachsam *iron*) und einem Richtersenat.
Das sind die verhafteten Gürtel-Größen: (Für alle gilt die Unschuldsvermutung)

Richard Steiner (39): Der tätowierte Veganer zog als Gürtel-Boss in den letzten Jahren alle Fäden auf Österreichs bekanntester Rotlicht-Meile. Der 39-Jährige Nichtraucher gilt als Muskelprotz, wiegt knapp hundert Kilo und schafft 600 Liegestütze in der Minute. Laut eigenen Angaben war er früher Fremdenlegionär, ein Soldat mit Hang zur Philosophie. Bis zu seiner Rückkehr auf den Gürtel im Jahr 2007 nahm er Auszeit in der Dominikanischen Republik, wo er ein Haus besitzt. Dort stählte er seinen Körper, las nebenbei Nietzsche, Heidegger, Schopenhauer, Voltaire und Konfuzius.

„Rocky“ Der „Statthalter“ ist die „rechte Hand“ von Steiner und eine wahre Gürtel-Legende. In den achtziger Jahren war der kleinwüchsige Rocky Profi-Boxer in Belgrad – daher auch der Spitzname. In der Szene gilt er als „Fachmann für Sicherheitsfragen“. Im Herbst 2009 geriet er in die Schlagzeilen, als der Mord an seiner Freundin die Unterwelt erbeben ließ.

"Repic, der Zopf Wurde bekannt, als Fotos von ihm und einem Spitzenbeamten der Polizei auftauchten, der später suspendiert wurde. Gilt als „Mann fürs Grobe“, erst kürzlich aus der Haft entlassen.

„Easy, der Tätowierte“ Der Vorarlberger fällt durch zwei Dinge auf: Tätowierungen am ganzen Körper und mutmaßliche Skrupellosigkeit.

„Der lange Peter“ Leibwächter (der einzige Österreicher?)von Steiner und dessen rechter Hand „Rocky“.
Waren das noch "gute schlechte Zeiten", als fast nur Österreicher den Gürtel unter ihren Mandat hatten und nicht nur Handlanger waren, auch wenn sie "hinlangten"..
So brutal auch die österr. "Größen" mit Hilfe ausländischer "Leibwächter" zu Einheimischen Strizzis und Huren waren, wird es für viele Frauen nicht besser gworden sein.
Öst. Strizzis haben sich nun anzupassen oder suchen mit ihren arbeitslosen "Alten" (Frauen) das Sozialamt auf.
Die Polizei war auch zufrieden, man sprach sich ab, nach wem gerade "dringend" gefahndet wurde und damit auch das "Geschäft" (Glücksspiel, Strich) störte.
Der jenige wurde zuerst "gebeten" sich zu stellen, oder er wurde einfach "verwamst". Jeder hatte seinen "Reibach". Foto: Da berichtete ich für das Magazin BASTA über den Gürtel (1992)
Quellen:
Laufhaus Rachel
Oe24.at

Kommentare:

  1. Der "Nostredamus" vom Strich ;-)

    lg Willi, Wien

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  2. Wenn schon, dann "Nostradamus"
    lg

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