Dienstag, 13. Oktober 2015

Als Kind wusste ich immer wer die Bösen sind....

Warum glaubte ich als Jugendlicher sehr lange die Indianer seien die Bösen, wenn sie Bleichgesichter überfielen, skalpierten, an Marterpfähle banden, quälten oder töteten? Dass Sie Opfer waren, die sich nur wehrten, war in einschlägigen Filmen nicht einmal zu erahnen und der erste nette Indianer der sich meiner Phantasie bemächtigte, wurde eigentlich Winnetou, nachdem ich die drei Bände von Karl May gelesen hatte (Die Filme samt den Darstellern fand ich übrigens scheiße, obwohl ich nur einen, den ersten gesehen habe. Einer zu viel))
Später übernahmen die Russen in dieser cineastischen Phantasie-Welt die Rolle des Bösewichts. 
Die Amis waren eigentlich immer nur die Helden. Sie waren Super- und Batmänner, Kriegshelden, Freiheitskämpfer, Gerechtigkeitsfanatiker, Frauenhelden und immer siegte ein Guter (die Vorstufe von "Gutmenschen")  
Kein Russe (auch Pole, Tscheche, Chinese oder Japaner etc.) rettete jemals die Welt vor Außerirdischen, vor Natur-Katastrophen, Asteroiden oder bewahrte die Menschheit gar vor Kriegen. Man braucht doch nur an die alten James Bond Filme wie "Liebesgrüße aus Moskau" (1963) zurückdenken. Da spielte die österreichischen Schauspielerin Lotte Lenya eine skurrile aber sehr böse Ex-KGB-Agentin und erinnerte gleichzeitig auch an sadistische Nazi-Weiber.... 
Die Rollen der bösen russischen Agenten wurden nie mit charmanten, sehr gut aussehenden Symphatie-Trägern besetzt, denn diese Eigenschaften verkörperte nur der englische Agent mit der Lizenz zu töten.... 
Deutsche Schauspieler waren aber auch der beliebt: Natürlich als Bösewichte. (schließlich haben die auch schon zwei Weltkriege begonnen und Gaskammern und KZ`s gebaut) 
Wie Curd Jürgens 1977, der "Beißer" Richard Kiel, ("Der Spion der mich liebte") Gottfried John, der 1995 in "Golden Eye" den korrupten russischen General Ourumov spielte. 
Vielen noch im Erinnerung der "Goldfinger" Gert Fröbe, der Österreicher Klaus Maria Brandauer, der "niemals nie" sagte. Nun wird Christoph Waltz der nächste fiese Typ und Gegenspieler Bonds sein. 
Dafür ist in der realen Welt Vladimir Putin nun das Sinnbild des Bösen. Vielleicht auch weil ein "Guter" einfach nicht Vladimir heißen darf. Nicht einmal mit "007" als Anhängsel....
....und die Deutschen sind heute auch nicht mehr so recht als Bösewichte zu "verkaufen", weil es ja "Mutti Merkel" gibt und Deutschland auch einmal "Papst war"...
Und die Moral der Geschicht`: "Glaub der Filmindustrie, Medien und dem Fernsehen nicht"

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