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Sonntag, 15. Juli 2018

Viele Journalisten lernen es leider nie:

Aufgepasst, liebe KollegInnen*: ich erkläre es euch noch einmal ganz langsam zum mitschreiben: Es ist keine Schlägerei wenn jemand auf eine Person niederprügelt! Keine Schießerei wenn nur eine Person auf eine andere schießt und keine "Messerstecherei" wenn nur eine Person ein Messer besitzt und auf jemand einsticht. Zum fast harmlos klingenden "schubsen" will ich gar nicht mehr schreiben. Klingt ähnlich wie "anstupsen" von Freunden auf Facebook. Etwas "irritierend" wenn jemand aus dem Fenster oder vor eine U-Bahn "geschubst" wird.....

*Warum ich "KollegInnen" schreibe? Nicht aus Überheblichkeit, sondern weil ich u.a. für "BASTA", "Die ganze Woche", "Wiener Wochenblatt", den "Nachtboten", "CORE" und die "WIENZEILE" tätig war....

Dienstag, 31. Mai 2016

schubsen, grabschen, und andere Verniedlichungen....

Wenn Menschen aus dem Fenster, vor U-Bahnen oder Autos gestoßen werden, nennt man das heute in vielen Medien "schubsen", kaum noch stoßen. Da könnte man ja gleich eine Mordabsicht dahinter vermuten.... 
Wenn fremde Männer Frauen zwischen den Schritt, auf den Po oder Busen greifen, sagt man heute "grabschen" oder "betatschen" dazu. Wann wird eine Vergewaltigung im medialen Sprachgebrauch wohl zu einer "Vergewohltätigung" reduziert werden?  
Sind ja heutzutage auch Raufereien (auch Schlägereien) oft nur mehr Rangeleien...  
Ohrfeigen, auf wienerisch "Watschen", sind auch noch kaum gebräuchlich. Diese Schläge sind nur mehr ein "Klaps"...(wienerisch: ein "Klapserl")
Gehirngewaschene BürgerInnen haben sich aber auch schon an den Begriff "Männer" bei Berichten über kriminelle Straftaten gewöhnt, um die oft "verräterischen" Vornamen (wie es früher einmal üblich war, wo noch nicht über 2/3 von Inhaftierten nicht gerade auf deutsche Vornamen hörten. Das ist meine persönliche "Hochrechnung", wenn man folgende Schlagzeilen (und auch Fakten) liest:
Jeder zweite Asylwerber wegen Straftaten angezeigt 
oder:
8853 Menschen sitzen derzeit in den heimischen Gefängnissen. 54,1 Prozent davon sind aber keine österreichischen Staatsbürger. Das ist Rekord!....zur Story

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Donnerstag, 8. Dezember 2011

und wieder wurde ein Kind zu Tode "geschubst"....

Wieder eine Schlagzeile, die sich eigentlich widerspricht: Man könnte, nein, sollte "Mitschüler stieß Lisa in den Tod" schreiben. 
Mitschüler schubste Lisa († 13) in den Tod. 

Würzburg – Der grauenhafte Tod von Lisa († 13) ist aufgeklärt: Am Montag wurde das Mädchen aus Würzburg von einem Lkw überrollt. Die Polizei nahm an, dass Lisa auf die Straße geschubst wurde. Der schreckliche Verdacht hat sich nun bestätigt.
Am Mittwoch bekannte sich ein Schüler zu der verhängnisvollen Tat. Er gab zu, Lisa „an der Straßenbahnhaltestelle so angefasst zu haben, dass das Mädchen in der Folge auf die Fahrbahn geraten ist“, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag mit.
Der Täter ist jünger als 14 Jahre und somit strafunmündig. Bei einer ersten Vernehmung hatte er noch geleugnet, Lisa geschubst zu haben. Er wird jetzt von Schulpsychologen betreut....mehr
Ich kann da Wort "schubsen" im Zusammenhang mit Gewalttaten nicht mehr hören und lesen! Schubsen passt zu liebevolleren Berührungen, wie: Hunde schubsen liebevoll ihre Jungen mit der Schnauze 
Der "Schubser" hat ein Glück nicht in den Vereinigten Staaten zu leben. Dort würde er, orange gekleidet, einem Richter in Handschellen vorgeführt werden und die Staatsanwaltschaft vielleicht sogar eine Verurteilung nach dem Erwachsenen-Strafrecht fordern...   
Hier einige zornige Artikel des "Unautorisierten Amtes" zu dem Thema "schubsen":
Sie "schubsen" Menschen zu Tode, die "Totschlägerchen"

Wer wird schon wegen einem "Schubser" eingesperrt?

Rentnerin für 50 Cent ausgeraubt

Gewalttäter stossen und schlagen nicht mehr, sondern sie "schubsen"....



Samstag, 8. Oktober 2011

Gewalttäter stossen und schlagen nicht mehr, sondern sie "schubsen"....

Gewalttäter sind scheinbar (wenn es nach den Medien geht) "zahmer" geworden. Sie schlagen niemand mehr nieder, stoßen keine Menschen vor Züge, sondern sie "schubsen". (Synonym für "einen Stoß versetzen") 

Vielleicht wird bald ein Messerstich ein "Sticherl"? In der Wiener Ganovensprache ist z.B. eine Vergewaltiger eine "Tatschkerlist", ein Raub wird zu einem "Räuberl" und ein skrupelloser Mädchenhändler und Zuhälter ein "Strizzi".  

Ein Begriff, der auch für einen relativ harmlosen Schelm oder "Lebenskünstler" steht..... 

Warum ich wieder einmal diese verharmlosenden Berichte über "schubsen" und "Schubser" in den Medien anprangere? Weil ich diesen Artikel bei BILD entdeckte:

Rentnerin für 50 Cent ausgeraubt

Ueckermünde – Schlimme Tat für kleine Beute: Ein Jugendlicher aus Ueckermünde in Vorpommern hat am Samstagmorgen eine 71 Jahre alte Rentnerin auf dem Rückweg vom Brötchenholen überfallen, verletzt und ausgeraubt. Dabei erbeutete er nur das Restgeld vom Bäcker - 50 Cent. Auf seiner Flucht wurde der 15-jährige Täter sofort von der Polizei gefasst. Nach Angaben der Polizei hat der Teenager die alte Dame auf dem Rückweg zum Seniorenheim von hinten stark geschubst. Sie stürzte, brach sich den Oberarm und musste im Krankenhaus stationär aufgenommen werden...
Ältere Artikel zu dem Thema:

Sie "schubsen" Menschen zu Tode, die "Totschlägerchen"


Mittwoch, 30. März 2011

Wer wird schon wegen einem "Schubser" eingesperrt?

Wir berichteten bereits über das Unwort "schubsen". Nun folgte ein Paukenschlag auf das Gemüt eines weiblichen Opfers, ausgeführt von einer Richterin und Staatsanwältin, letztere sollte vielleicht lieber bei einen Kirchenchor um einen Job ansuchen....
Innenstadt – Brutal prügelt der Schläger auf das wehrlose Mädchen ein, stößt es auf die Gleise! Der feige Bahn-Schubser von der Konsti muss NICHT in den Knast – er kommt mit Anti-Aggressionskurs und Arbeitsstunden davon.... 
Die unfassbare Tat erschütterte Frankfurt letzten Mai. Morgens wartet Anna P. (20) auf die U 5. Ein junger Mann schreit sie an, schlägt ihr 2 Mal die Faust ins Gesicht – und wirft die zierliche 20-Jährige ins Gleisbett! In letzter Sekunde ziehen die U-Bahn-Wachmänner Grigori Reutmann (52) und Serhij Pataschko (41) die Verletzte raus. Tagelang jagt die Kripo den feigen Schubser – erfolglos! Als BILD Überwachungsfotos veröffentlicht, stellt sich Pakistani Hossein H. (18). Jetzt Prozess! 
Der Sossenheimer ist nur wegen Körperverletzung dran! Staatsanwältin Nadja Niesen: „Eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags scheitert am Vorsatz, den man ihm nicht nachweisen kann.“ (ähnliches geschah kürzlich in Österreich, wir berichtetenUnglaublich: Der polizeibekannte Schläger und Arbeitslose stellt sich vor Gericht selbst als Opfer dar – obwohl auf dem Überwachungsvideo klar zu sehen ist, wie er Anna P. grundlos traktiert: „Sie hat mich und meine Oma beleidigt!“ 
Da platzt der resoluten Jugendrichterin Christ der Kragen: „Sie haben ihr richtig voll eins in die Fresse gehauen! Diese Tat hätte gravierende Folgen haben können!“ Opfer Anna ruft: „Ich hätte sterben können...“ Da Hossein H. kein Tötungsvorsatz nachzuweisen ist, kommt er mit 1 Jahr Jugendstrafe (auf Bewährung), 100 Arbeitsstunden und Anti-Gewalt-Training davon....Quelle: BILD.de

Dienstag, 29. März 2011

Sie "schubsen" Menschen zu Tode, die "Totschlägerchen"

Schubsen ist eigentlich ein lieber Ausdruck, fast wie stupsen, knutschen, schmusen...
Es scheint aber ein verharmlosendes und verniedlichendes Modewort im Zusammenhang mit Gewalttaten zu werden: "schubsen"! Gestoßen oder gerempelt hört sich ja "viel zu brutal" an!
So googelte ich und fand u.v.a. folgendes:

"Engel können fliegen", flüsterte er und schubste sie von der Klippe...
...Er sagte: " Wenn du mich liebst, dann nimm meine Hand und spring!" Sie nahm seine Hand und sprang.... ....doch er ließ los und blieb stehen!!! Quelle
Köln: Drogensüchtige schubste Frau vor einfahrende U-Bahn Quelle
Frankfurt: Täter, der junge Frau ins Gleisbett der U-Bahn schubste, bleibt frei Quelle
Berlin: Nachbar schubste ihn vom Balkon Quelle


Nennt doch die Gewalt beim Namen, ihr Medien und Justiz! "Schubsen" ist eine fast zärtliche Handlung! Das tun Tiere oft, bevor sie sich paaren! Ich finde den Ausdruck eine Frechheit gegenüber den Opfern von Gewalttaten!

Der "Strichfilosof" im neuen NEWS:

Ganze Story auf   NEWS.at Quelle: BoD.de Über das Buch Die ungewöhnliche Biografie eines nicht alltäglichen Autors,...

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