Donnerstag, 14. Mai 2015

Bedauernswerter Tod, "bedauernswerte" Trauerrede...

Da lese ich auf ORF.at folgendes:
Der ORF trauert um Franz Grabner: Der langjährige Sendungsverantwortliche in den ORF-TV-Hauptabteilungen Religion und Kultur verstarb heute nach langer, schwerer Krankheit im 60. Lebensjahr. „Franz Grabner war der Inbegriff öffentlich-rechtlichen Journalismus und Dokumentarismus. Er war immer auf der Suche nach dem Dahinter, nach dem großen Ganzen“, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz....ganzer Artikel
Der früh Verstorbene studierte katholische Theologie und Germanistik, war Bildungsreferent der Katholischen Hochschulgemeinde Graz und Leiter des Medienreferats der Diözese Graz-Seckau....

Er starb also im Glauben an ein Gottesreich, das leider noch niemand entdeckt hat und von dem auch noch keine Doku gedreht wurde. Auch vom ORF....
Ich persönlich frage mich nur immer wieder, was für eine "Wissenschaft" katholische Theologie, Religionen im gesamten, aber auch Germanistik, Publizistik, Philosophie, Soziologe, Psychologie, Politikwissenschaft u.v.a. eigentlich sind? Auch die berühmtesten Philosophen dieser Welt hatten nicht immer Recht, auch wenn sie geflügelte Gedanken von sich gaben, mit denen man sich auch ohne akademischen Titel, befassen kann. (Vielleicht als "Gähn-Stimulans", oder als Lektüre zum entspannen im Bett vor dem einschlafen. Viele Philosophen wirken auch wie ein Schlafmittel, und geändert haben sie auf dieser Welt nichts)
Hatte z.B. der notorische Frauenhasser und Atheist Friedrich Nietzsche Recht, als er in "Also sprach Zarathustra" folgende Satz einfliessen ließ? (original): "Du gehst zu FrauenVergiss die Peitsche nicht!" Heute kennt ihn fast jeder in der eher "volkstümlichen" Vorstadt-Fassung: "Wenn Du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht"....
Dieser "Lehrsatz" wurde in der islamischen Welt schon seit seinen Anfängen gelehrt....
Ich denke, dass die Menschheit auch ohne diese Bachelors, Magister, Doktoren und Professoren keinen Schaden hätte, vielleicht sogar mehr Nutzen. 
(Anm.d.Red.: auch meine Frau ist Mag. der Politikwissenschaften und Philosophie, meine verstorbene Gattin war wenigstens Fachärztin für Radiologie, für mich ein echter "Doktor" und sie rettete auch Leben) Natürlich sind die meisten Leute der angeführten Studienrichtungen sehr intelligent und belesen, das ist nicht abzustreiten, aber ich bringe es nicht bis sehr schwer über die Lippen GeisteswissenschafterInnen als "Doktor" etc. anzusprechen. (Meine Frau jedenfalls stellt sich nicht als "Magistra" vor und hat auch keine Visitenkarte mit dem Aufdruck)
Ich mit meinem doch kurzen, religiösen Horizont verstehe den tieferen Sinn von "immer auf der Suche nach dem Dahinter, nach dem großen Ganzen"? Milliarden von Menschen "suchten und suchen" Dank diverser "Religionen" ebenfalls dieses "große Ganze" und dem "Dahinter", aber ich als ehemaliger Hauptschüler garantiere, ganz ohne akademischen Titel, den Akademikern: Niemand von den "Suchenden" wird jemals fündig werden....
Was da vom ORF-Generaldirektor Wrabetz  ausgesprochen wurde, waren einfach gesagt "nette, philosophische Worte für vielleicht nette Leute"...
Ich denke eher die Witwe wird mit der sicher nicht bescheidenen Witwenpension besseren Trost erfahren, als mit pseudo-philosophischen Kleinkram...

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