Samstag, 14. Juni 2014

Bösartige Gedanken? Miese Überlegungen?

Stündlich werden wir via  Sondersendungen oder in den Nachrichten über den Höhlenforscher unterm Untersberg informiert. Die üblichen Experten kommen zu Wort nur eines habe ich bis jetzt nicht erfahren: Wie steht es mit dem Stuhlgang des Verletzten?
Das beginnende Medien-Sommerloch hat neben der Fußball-WM, den Krisengebieten in von religiösen Ideologien erschütterten, mittelalterlichen Ländern, der Ukraine und einer steigenden Kriminalitätsstatistik nun genug Stoff, um uns über den heldenhaften Forscher der Höhlen auf dem laufenden zu halten…..
Auf dem Nachrichtensender "n-tv" versuchte kürzlich eine Reporterin zu erklären, wie wichtig diese "Forschungen" doch sind und andere Formate ziehen nach. Vielleicht, um die bald einmal gestellte Frage nach den enormen Kosten der Rettung abzuschwächen?
Das "unautorisierte Amt" getraut sich diese "unverschämte" Frage zu stellen, denn schließlich geht es ja um ein Menschenleben. 
Im Gesundheitswesen geht es auch um Menschenleben! Da werden Operationen und Behandlungen, wie Bestrahlungen von Krebskranken, oft auf die lange Bank geschoben. Todkranke Menschen bekommen sehr oft nicht die entsprechenden Medikamente oder Therapien, weil sie einfach zu teuer sind! 
Da steigt ein "Höhlenforscher" also allein, kaum aus Forschungsdrang oder um etwas wichtiges für die Menschheit zu entdecken, ich betone noch einmal:"allein" in solche Tiefen. Ich denke, um wirklich etwas zu "erforschen", benötigt es Teams und wage zu spekulieren: Es war reine Abenteuerlust und Neugierde, die den "Höhlenforscher" da runter trieb. Wie es Bergsteiger nach oben drängt….sich nicht um den Gipfel zu "erforschen"!
Ich googelte nach einer Ausbildung oder Voraussetzung des nicht vorhandenen Studiums der "Höhlenforschung" und wurde wegen der Aktualität auf "spiegel.de" fündig:
SPIEGEL ONLINE: Welche Ausbildung braucht man, bevor man sich in eine so schwierige Höhle wie die Riesending-Höhle hinabwagen kann?
Morlock: Eine geregelte Ausbildung gibt es nicht. Für die Höhlenbegehung gilt als beste Ausbildung immer noch "learning by doing". Natürlich gibt es Seminare, die man vorweg besuchen kann, aber am besten lernt man in der Höhle von Leuten, die viel Erfahrung haben. Deshalb sollte man als Anfänger auch nur mit Gruppen gehen, unter denen sich auch Leute mit viel Schachterfahrung befinden….
SPIEGEL ONLINE: Herr Morlock, was treibt Menschen trotz der ja bekannten Gefahren dazu, sich immer wieder in unbekannte Tiefen hinabzuwagen?
Morlock: Die Neugierde. Wenn sie eine Felswand sehen, mit einem Loch darin, und sie wollen nicht sofort und unter allen Umständen herausfinden, was dahinter ist -
weiterlesen auf "spiegel.de"
Der Herr ist vermutlich kein "Forscher" sonder eher ein Abenteurer. Wie es auch viele Entführungsopfer sind, die Reisen in gefährliche Gebiete auf dieser Welt unternehmen und für deren "Befreiung" oft Millionen vom Steuerzahler bezahlt werden. An Banditen, die diesen lukrativen Job kaum aufgeben werden und mit dem Geld neue Waffen beschaffen können...
Wer bereist heute auch noch Länder wie Afghanistan, Irak, Jemen, Nigeria, um nur einige zu nennen? Ach ja: "Forscher"? 
Manche mögen diese Story so nennen, wie ich im Header ankündigte, andere werden sich denken: "das Gleiche habe ich mir auch gedacht….
       

Kommentare:

  1. Endlich traut sich jemand das zu schreiben! Dazu noch ganz toll!

    AntwortenLöschen
  2. Solche Abenteurer sollten eigene Versicherungen abschliessén! Wie kommen wir dazu?

    AntwortenLöschen

Bitte die Netiquette einhalten und keine Hasstiraden oder Schimpfwörter posten. DANKE!

Der "Strichfilosof" im neuen NEWS:

Ganze Story auf   NEWS.at Quelle: BoD.de Über das Buch Die ungewöhnliche Biografie eines nicht alltäglichen Autors,...